Stolperstein 4: "Die Gefährlichsten waren die intelligenten Leute"

Stolperstein 4: "Die Gefährlichsten waren die intelligenten Leute"

Ein Screenshot aus dem Video von Marina Straub zeigt die Zeichnung einer nackten Frau. © NDR/ Marina Straub


Für den O-Ton der Auschwitz-Zeitzeugin Anita Lasker-Wallfisch arbeitete Marina Straub mit Zeichnungen, die später zu einem Film wurden.

Die Künstlerin: Marina Straub

Ein Bild vom Schreibtisch der Künstlerin Marina Straub zeigt Zeichnungen und ein Storyboard. © NDR/ Marina Straub

Der eigentlichen Animation gingen Zeichnungen und ein Storyboard voraus.

Wie Anita Lasker-Wallfisch beschäftigt sich auch die Künstlerin Marina Straub in ihrem Video mit den Tätern. Ihre Zeichnungen orientieren sich an Originalaufnahmen von Wächterinnen des Konzentrationslagers Auschwitz. Die Gesichtslosigkeit und Anonymität dieser Figuren unterstreichen auf beklemmende Weise ihre Grausamkeit.
Die Opfer werden ebenfalls mit feinen Linien dargestellt und haben dennoch eine ganz andere Wirkung. Der künstlerische Stil bekommt so eine Ambivalenz, die sich durch den gesamten Film zieht. Marina Straub sieht ihre Technik, die 2D-Linienanimation, als Entsprechung für ein Thema, bei dem viel Sensibilität gefragt ist.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | 7 Tage | 28.01.2015 | 00:00 Uhr