Erinnern an Auschwitz

Auschwitz Überlebender - imago images / Beata Zawrzel
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Überleben nach Auschwitz

Wenn am 27. Januar 2020 der 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau begangen wird, können nur noch wenige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von ihrem Schicksal berichten.

Umso wichtiger ist es, ihre Geschichten zu hören und ihre Erinnerungen für kommende Generationen zu bewahren. Julia Riedhammer und Christine Thalmann haben Überlebende und Zeitzeugen in Polen, Frankreich, Israel und Berlin getroffen und mit ihnen über ihre Erlebnisse gesprochen.

19.11.2019,Oswiecim, Auschwitz, Polen,PL,Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau - imago-images / stefan zeitz
imago-images / stefan zeitz

Erinnern als Auftrag

Mehr als 1,1 Millionen Menschen wurden allein im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet. Eine unvorstellbare Zahl - das sind mehr als eine Million persönliche Geschichten, von denen viele nicht mehr erzählt werden können. Wie kann die Erinnerung an den Holocaust wach gehalten werden, auch wenn es immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gibt?

Wie können die kommenden Generationen an das Thema herangeführt werden?

Ruinen der Krematorien in Auschwitz - picture alliance/Alexandre Marchi/MAXPPP/dpa
picture alliance/Alexandre Marchi/MAXPPP/dpa

Orte des Verbrechens

Schon kurz nach der Befreiung des KZ Auschwitz begannen Überlebende damit, Zeugnisse aus dem Lagerleben zu sichern. Seit 1979 steht das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

David Olére: Exekution © Olère Family Collection
Olère Family Collection

Die Kunst des David Olère

Der Holocaust war das wichtigste Thema für David Olère, nachdem er das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt hat. David Olère ist der einzige Maler, der dem Sonderkommando zugeteilt wurde und in seinen Bildern Zeugnis ablegte. Nach der Befreiung hielt er das Gesehene in Zeichnungen fest, die die Grundlage seines späteren Werkes bilden.

David Olère hat die Vernichtungsmaschinerie in seinen Zeichnungen dokumentiert. Das macht seine Arbeiten besonders wertvoll.

Auch als seine Augen schlechter wurden, malte Olère weiter - bis zu seinem Tod 1985.

 

Lukasz Surowiec Mahnmal - imago images / ZUMA Press
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Kunst nach Auschwitz

"Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch!" schrieb Theodor W. Adorno fünf Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Andererseits hat gerade Kunst die Kraft, Erinnerungen auch emotional zu transportieren.

Was vermag die Kunst?

Einfahrtschranke Auschwitz - picture alliance/Franck Dubray/MAXPPP/dpa
picture alliance/Franck Dubray/MAXPPP/dpa

Was kann jede*r Einzelne tun?

Was kann jede*r Einzelne tun, dass sich die Shoah niemals wiederholt? Diese Frage haben wir allen Gesprächspartnern, Zeitzeugen, Künstlern, Politikern, Jugendlichen und Mitarbeitern der Gedenkstätten gestellt.